Sehenswürdigkeiten in Tschad
Einer der ehemals größten Seen der Welt, der Tschadsee sorgt für die zweite Überraschung. Er schrumpft, und das nicht gerade langsam. 1984 kam es sogar vor, dass der See für kurze Zeit vollkommen ausgetrocknet war. Nichtsdestotrotz gehört der See zu den Dingen in Tschad, die man sich unbedingt ansehen sollte. In Bol lebt eine große Vielzahl an Vögel, mit etwas Glück kann man noch sogar einige Flusspferde sehen. Mit einem Boot kann man in den Monaten zwischen November und Februar auf den See hinausfahren und die einzigartige Landschaft die sich dem Besucher hier bietet genießen.
Überraschung Nr. 3 liegt unumstritten im höchsten Gebirge der Sahara, im Tibesti. Würden hier nicht kartographisch nicht erfasste – aber dennoch vorhandene – Minenfelder an der libyschen Grenze liegen, wäre das Gebirge ein wunderschöner Ort, den man gerne besuchen möchte. Die zerklüftete Vulkanlandschaft wirkt wie ein Riese mitten in der Sahara. Surreale Sandsteinformationen, die ihre grotesken Formen dem Wind zu verdanken haben, könnten für einmalige Eindrücke sorgen. Doch ein Besuch hier wird wohl auch in der Zukunft nicht möglich sein. Einen etwas ähnlichen Anblick kann man jedoch im Ennedi-Massiv erleben. Dieses Gebiet ist allgemein besser zugänglich und bietet dem Besucher ähnlich surreale Bilder von Felsformationen. Wüstenseen und Felszeichnungen runden hier das Bild ab.
Der Zakouma-Nationalpark befindet sich rund 800km von N´Djamena, in südöstlicher Richtung. Der Park bietet zahlreichen Tierarten Lebensraum. Zu sehen sind hier vor allem Gnus, Elefanten, Affen, Löwen, Giraffen, sowie unzählige Vogelarten.
Trotz der Schönheit des Landes wird vom Auswärtigen Amt vor Reisen in den Tschad eindringlich gewarnt. Vor allem sollte man keine Reisen in das Grenzgebiet zum Sudan unternehmen. Allgemein gilt derzeit, dass Reisen in den Tschad mit erheblichen Risiken verbunden sind. Vor allem der Norden, Osten und Südosten sind hiervon betroffen. Weitere Gefahren stellen die im Tibesti Gebirge kartographisch noch nicht erfasste Minenfelder dar.

