Ulm und sein Münster
Im Süden Deutschlands liegt jedoch eine Stadt, da kann man schon in 20 Kilometern Entfernung das einzige und unübersehbare Wahrzeichen erkennen. Diese Stadt ist Ulm. Die mitten im Zentrum liegende Kirche, auch Münster genannt, ist mit seinem 161 Meter hohem Kirchturm das größte Gotteshaus der Welt.
Das Geniale am Turm ist allerdings nicht nur seine imposante Höhe: Hinauf an engen Wendeltreppen kommt der Besucher für ein paar Euro bis zur obersten Aussichtsplattform auf 141 Metern. Der Weg dorthin ist jedoch beschwerlich, insgesamt müssen 768 Stufen bewältigt werden. Da auf dem Großteil des Aufstiegs nur eine Treppe existiert, lässt sich Gegenverkehr nicht vermeiden. Der wird auch nur dann zum Problem, wenn sich Frauen mit Schuhgröße 36 außen auf den Stufen positionieren und Männer mit 45er-Stiefeln sich innen notgedrungen versuchen vorbeizuzwängen. Doch oben angekommen ist die Enge und das Schweißvergießen schnell vergessen. Der Ausblick ist Entschädigung und Belohnung zugleich.
Nach der Anstrengung lässt es sich wunderbar in eines der zünftigen Wirtshäuser im Fischerviertel einkehren. Dort sind vor allem die hausgemachten Spätzle und Pfannkuchen zu empfehlen. Zum Verdauungsspaziergang sind die kleinen Gassen des Fischerviertels und das nahegelegene Ufer der Donau ideal geeignet.



