Afrika - Nord - Der Maghreb

Der Maghreb
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… oder auch Maghrib (arabisch für ‚der Westen‘, abgeleitet vom Verb gharaba = weggehen, untergehen der Sonne) bezeichnet als erstes die drei nordafrikanischen Staaten Tunesien, Algerien und Marokko sowie Libyen und Mauretanien, die wegen ihrer geographischen Lage und ihrer Geschichte viele gemeinsam haben.

Im arabischen Raum versteht man unter Maghreb in der Regel Marokko, das der westlichste arabische Staat ist und dessen ursprüngliche Bewohner sich die nationale Eigenbezeichnung al-Maghrib gaben.
So lautet wohl auch ein arabisches Sprichwort:

Der Maghreb ist ein heiliger Vogel.
Sein Leib ist Algerien,
sein rechter Flügel Tunesien,
sein linker Marokko.

Das Pendant zum Maghreb ist der Maschrek (arabisch al-Mašriq ‚der Osten, Orient‘, abgeleitet vom Verb aschraqa = aufgehen der Sonne).

Die Staaten des Maghreb haben geografisch gemein: alle drei Länder sind Mittelmeer-Anrainer; alle Gebiete der jeweiligen Staatshoheit werden vom Atlas-Gebirge durchzogen; nördlich des Atlas-Gebirges herrscht ein feucht-warmes Klima; südlich liegt die extrem trockene Sahara.