Bed & Breakfast
Fast jeder kennt den Begriff "Bed and Breakfast" aus dem Unterricht, und wer hat nicht in Großbritannien oder Irland schon die unzähligen Schilder gesehen, die zu "Bed and Breakfast" einladen. Mitunter wird mancher Großbritannienurlauber dabei an Scheußlichkeiten der britischen Küche denken, an Porridge, fetttriefende Würste zum Frühstück und Hammel mit Pfefferminzsauce.
Tatsächlich aber ist Bed and Breakfast in der Regel eine solide Alternative zu einer wesentlich teureren Unterkunft, und es hat den Vorteil, dass es fast immer in der jeweiligen Region ein ausreichendes Angebot an Pensionen geben wird, die "Bed and Breakfast" anbieten, ohne dass dafür eine umständliche Vorbestellung nötig wäre, und bei Nichtgefallen oder Weiterreise läßt sich die Unterkunft problemlos wechseln. Die Betreiber solcher Pensionen sind oft sehr erfahren, was die Bedürfnisse ihrer Gäste betrifft. So hat "Bed and Breakfast" vor allem unter Anglern, die sich in die entlegensten Gegenden Irlands und Schottlands wagen, einen sehr guten Ruf. Oft sind die Unterkünfte dann alte Farmhouses mit einem urgemütlichen Kamin, an dem sich nach erfolgreichem Fang herrlich fachsimpeln lässt, und die Inhaberin erwartet einen bereits mit einem Whisky. Die Betreiber wissen in der Regel auch, was der Gast braucht, und ihre Angeltipps und Tricks sind oft genug die Basis für einen kapitalen Fang.
Wer es etwas gediegener mag, für den ist Bed and Breakfast genau richtig, und wenn die Chemie zwischen Gast und Inhaber stimmt, ist "Bed and Breakfast" eine geradezu geniale und kostengünstige Möglichkeit, Land und Leute, die Sprache und Mentalität des Gastlandes besser kennenzulernen. Die herrlich spleenigen Typen, die einem Roman von James Joyce entsprungen sein könnten, und die phantastischen Geschichten, die man zu hören bekommt, sind sogar gratis.

