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Sanfter Tourismus

Sanfter Tourismus bezeichnet die Verknüpfung der vorrangigen Ziele Umwelt- und Sozialverträglichkeit. Dieses Modell steht dem Massentourismus und dessen negativen Folgeerscheinungen wie beispielsweise Verschmutzung, Vandalismus und gesellschaftlicher Unordnung gegenüber.

Der Begriff des "sanften Tourismus" wurde von Robert Jungk geprägt und während einer internationalen Konferenz 1995 durch "nachhaltiger Tourismus" ersetzt und konsensfähig definiert.

Bei dieser Reiseform soll die Umwelt mitsamt den natürlichen Ressourcen in ihrem ursprünglichen Zustand erhalten bleiben. Die Touristen sollen sich in dem bereisten Gebiet erholen können oder die Natur durch unmotorisierte Fortbewegung erleben und genießen.

Unter sanftem Tourismus versteht man aber auch die Bewahrung der gesellschaftlichen Ordnung in der Region. Das alltägliche Leben der Einheimischen soll nicht durch Reisende beeinträchtigt werden. Kulturelle Aspekte wie Sitten und Gebräuche bleiben erhalten, Touristen passen sich an die Verhältnisse an.
In der Reisebranche ist nachhaltiger Tourismus ein Werbeargument geworden. Vor allem Familien mit noch jungem Nachwuchs sowie ältere Menschen nutzen das vielfältige Angebot, um den negativen Erscheinungsformen des Massentourismus zu entgehen. Allerdings müssen die Verbraucher bei der Urlaubsart auch höhere Preise in Kauf nehmen.